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Metrische Übersetzungen (Gedicht)Schon auf der Militair-Academie hatte Sch. den Versuch gemacht, das erste Buch von Virgil’s Aeneïde zu übersetzen, und eine Probe hiervon (V. 34 bis 157), die in Hexametern abgefaßt war, wurde in Haug’s Schwäbischem Magazin mitgetheilt. Im Jahre 1791 verabredete er sich mit Bürger, einen kleinen Wettkampf zu versuchen. Beide wollten dieselben Stücke aus der Aeneïde, aber jeder in einer anderen Versart übersetzen. Im Spätherbst des Jahres wurde die Arbeit unternommen, nachdem Sch. von einer schweren Krankheit genesen war; es war die erste Frucht seines Studiums der Alten, auf die Wieland ihn nachdrücklich hingewiesen hatte. Da Sch. diese Uebersetzung vorzugsweise für Frauen berechnet und dabei besonders seine eigene Frau und seine Schwägerin im Auge hatte, so wählte er die freien Wieland’schen Stanzen, ein Versmaß, das ihm dem weiblichen Gemüthe genießbarer erschien als der Hexameter. Die Arbeit wurde zuerst in der neuen Thalia abgedruckt, welche der älteren im Jahre 1792 nachfolgte. Daß Sch. auf diese Uebersetzung Werth legte, beweist, daß er sie später einer sorgfältigen Umarbeitung unterworfen hat. |
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