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Der Menschenfeind(Bd. 2), ein dramatisches Fragment, welches etwa i. J. 1786 od. 1787, um die Zeit, wo Sch. den Kampf und die Resignation dichtete, verfaßt sein kann. Es erschien i. J. 1790 im 11. Stück der Thalia und war von der am Schluß befindlichen Anmerkung begleitet, zufolge welcher Sch. die dramatische Form für das vorliegende Charaktergemälde selbst als wenig günstig bezeichnete, eine der Hauptursachen, weshalb es unvollendet geblieben. Aus der ursprünglichen Ueberschrift „der versöhnte Menschenfeind“, den es in der Thalia führte, so wie aus persönlichen Unterredungen Sch.’s mit Körner, deren sich der letztere erinnerte, geht hervor, daß Rosenberg endlich siegen, und dieser Erfolg durch das Erscheinen einiger Menschenfeinde anderer Art begünstigt werden sollte. – Was den Inhalt des Fragments betrifft, so erscheint v. Hutten, der in der Natur das Bild des göttlichen Geistes und die vollendete Repräsentation innerer Einheit und wohlthuenden Friedens erblickt, nicht als Jemand, der dem Menschengeschlechte überhaupt gram ist; sondern er haßt nur diejenigen, die ihm so tiefe Wunden geschlagen, außerdem ist er ja auch seiner Tochter Angelica in zärtlicher Vaterliebe zugethan. Aber jene Wunden scheinen ihm eben unheilbar, und er selbst ist zu stolz, um Anderen die Berechtigung zuzugestehen, sein Unglück mildern und ihm den verlorenen Frieden wiedergeben zu können. Denkt man an die damalige Stimmung des Dichters, an seine hoffnungsvolle Liebe zu Charlotte von Wolzogen in Bauerbach, wie an seine fruchtlosen Bemühungen um Margarthe Schwan in Manheim, so dürfte hierin wohl der Schlüssel zu den herben Empfindungen zu suchen sein, die den Grundton des vorliegenden Gemäldes bilden. |
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