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Luxemburggegenwärtig ein zwischen der preußischen Rheinprovinz und dem französischen Mosel-Departement gelegenes Großherzogthum, dessen Hauptstadt bis 1867 zu den deutschen Bundesfestungen gehörte, war zur Zeit Albrecht’s I. eine Grafschaft. Als nach der Ermordung dieses Kaisers sich den Parteiungen in Deutschland ein neues Feld eröffnete, und es dem Papste Clemens V. darauf ankam, die deutschen Kurfürsten schnell zu einer Einigung zu bewegen, so schlug derselbe ihnen den Grafen Heinrich von Luxemburg vor; daher heißt es (W. T. V, 1) in Beziehung auf das deutsche Reich, das seine Wahlfreiheit zu behaupten sucht:
Heinrich VII., ein tapferer, edler Fürst, regierte nun von 1308 bis 1313, wo er auf einem Zuge nach Neapel starb. Nach seinem Tode brach in Deutschland abermals eine heftige Zwietracht aus (vergl. Ged. Deutsche Treue), indem Friedrich der Schöne von Oestreich und Ludwig von Baiern als Gegenkaiser einander bekämpften. Den letzten schützte Johann von Böhmen, Kaiser Heinrich’s VII. Sohn (Ged. Deutsche Treue, Anm. „Luxemburg’s Macht“), welcher durch Begünstigung Friedrich’s des Schönen das von seinem Vater Heinrich erhaltene Böhmen zu verlieren fürchtete. – In der zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde die Grafschaft Luxemburg von Kaiser Karl IV. zu einem Herzogthume erhoben, welches Philipp der Gute (+1467) durch Kauf mit seinem (s. Lütticher) Herzogthum Burgund vereinigte; daher werden (J. v. O. Prol. 3) auch die Luxemburger unter des Herzogs Streitkräften aufgeführt. |
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