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Linien der Staatskunst

ein ungewöhnlicher, wohl nur von Sch. gebrauchter Ausdruck für die Richtschnur, nach welcher die Staatskunst verfährt. Die Worte, welche Domingo (D. C. II, 10) an Alba richtet, indem er von Don Carlos sagt:

– – – – – „Der kühne Riesengeist
Wird unsrer Staatskunst Linien durchreißen.“

deuten auf das System hin, nach welchem Philipps’s Staatsmänner verfuhren, das nämlich in Erdrückung der Kraft des freien Denkens, Beschränkung der staatsbürgerlichen Freiheit, des Handels und der Gewerbe, so wie Einengung auf allen Gebieten menschlicher Thätigkeit bestand, und mit so furchtbarer Gewalt ausgeführt wurde, daß jede freie Entwickelung des Nationalgefühls eine Unmöglichkeit bleiben mußte.

 
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