Friedrich
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Krystall

(Menschenf. 7), von dem gr. krystallos, welches eigentlich Eis bedeutet, nennt man in der Naturgeschichte jedes regelmäßige, nach mathematischen Gesetzen gebildete Mineral. Im gemeinen Leben meint man damit vor Allem den zum Geschlecht des Quarzes gehörenden Bergkrystall, der in sechsseitigen Säulen mit aufgesetzter sechsseitiger Pyramide vorkommt und rücksichtlich seiner Klarheit und Durchsichtigkeit dem Eise oft auffallend ähnlich ist. Sch. braucht den Ausdruck häufig vom Wasser, wie (Ged. D. Abend): „Des Meers krystallene Woge“; ferner (Ged. D. Künstler):

„Gefällig strahlte der Krystall der Wogen
Die hüpfende Gestalt zurück.“

und (Br. v. M. 5, 421), wo es von dem Meere heißt:

„Wer das grüne krystallene Feld
Pflügt mit des Schiffes eilendem Kiele.“

Auch von dem Himmelsgewölbe, das der Dichter (Ged. Parabeln u. Räthsel 4) einem großen geräumigen Hause vergleicht, heißt es:

„Es hat ein Dach krystallenrein.“

und eben so (Ged. Parabeln u. Räthsel, 6) von dem Auge:

„Und kannst Du den Krystall mir nennen?“

Endlich braucht er ihn sogar bildlich auf dem geistigen Gebiete wie (Ged. Würde d. Frauen):

„Klar und getreu in dem sanfteren Weibe
Zeigt sich der Seele krystallene Scheibe.“

womit der sanfte Blick des Weibes dem „verdüsterten Blick des Mannes“ gegenübergestellt ist.

 
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