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Kronos

bei den Römern Satúrnus (vergl. d.), war nach Hesiod ein Sohn des Uranus und der Gäa (d. i. des Himmels und der Erde) und wurde als der Vater des alten Göttergeschlechtes betrachtet. Unter seiner Herrschaft wurde das Menschengeschlecht von keiner Sorge belastet; daher (Ged. D. vier Weltalter):

„Erst regierte Saturnus schlicht und gerecht.“

Zu seinen Kindern gehörten vor Allem Zeus und Here, welche Ged. Semele) von sich sagt:

„Kronos Blut in den unsterblichen Adern,
Königlich schwillet mein göttliches Herz.“

Als Kronos später durch Zeus vom Throne gestoßen wurde, hörte das goldene Zeitalter auf. – In Italien war Saturnus der Gott des Feldbaues, als welchem ihm die Sichel als Attribut beigegeben war; zugleich wurde er aber auch als Bild der waltenden, sich immer neu aufrollenden zeit betrachtet; daher (Ged. Phantasie an Laura):

„Lange sucht der fliehende Saturnus
Seine Braut – die Ewigkeit.“

und (Ged. Gruppe aus d. Tartarus):

„Ewigkeit schwingt über ihnen Kreise,
Bricht die Sense des Saturns entzwei.“

 
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