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Kothurn

von dem gr. kóthornos, eine Art hoher Schule, deren sich die Schauspieler der Alten bedienten, um dadurch ihre Körpergestalt größer erscheinen zu lassen; daher (Ged. D. Kraniche d. Ibykus):

„Es steigt das Riesenmaß der Leiber
Hoch über Menschliches hinaus.“

Im bildlichen Sinne, wie (Ged. Shakespeare’s Schatten) „Der alte Kothurn“: die Ausdrucksweise des Trauerspiels; od. „seine Figuren auf den Kothurn stellen“ (Br. v. M. Einl. 5, 381), ihnen ein erhabenes Gepräge geben; in ironischem Sinne, wie (Ged. Jeremiade) der „geborgte Kothurn“: eine hochtrabende, schwülstige Schreibweise.

 
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