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Kocytus

abgek. Kocýt, von dem gr. ko-kúein, weinen; der Thränenstrom, ein Fluß der Unterwelt, der sich in den Acheron (s. d.) ergießt, wird bei den griechischen Dichtern der schwarze, von Klagen wiedertönende Fluß genannt, weil seine schwarzen Wellen den Tartarus (s. d.) umflossen; daher (Ged. Hektor’s Abschied):

„Der Kocytus durch die Wüsten weinet.“

ferner (Ged. Laura am Clavier):

„Thränenwellen der Kocytus schleift.“

desgl (Ged. Gruppe aus dem Tartarus):

„Wie durch hohler Felsen Becken weint ein Bach.“

und (ebendas.), wo es von den Schatten der Unterwelt heißt:

„Spähen hang nach des Kocytus Brücke.“

Endlich steht Kocyt bisweilen auch für die Unterwelt selbst, wie (Ged. Klage der Ceres), wo dieselbe von den Blumen sagt:

„Ach, sie sind mir theure Boten,
Süße Stimmen vom Kocyt.“

 
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