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JosephusAls Kaiser Claudius im J. 44 n. Chr. Palästina zur römischen Provinz gemacht, ließ er das Land von Procuratoren regieren, welche einen furchtbaren Druck auf das Volk ausübten. Die anfangs im Stillen sich entwickelnde Gährung brach bald in offene Empörung aus, so daß sein Nachfolger Nero den Feldherrn Vespasian und seinen Sohn Titus nach Judäa schickte, um die Ordnung wieder herzustellen. Diesen traten die Juden unter Flavius Josephus (geb. 37 n. Chr.), einem aus dem Priesterstande hervorgegangenen Befehlshaber, entgegen, mußten sich indessen nach hartnäckiger Gegenwehr unterwerfen. Josephus selbst sollte dem Kaiser Nero überliefert werden, wußte sich indeß Vespasian’s Gunst zu erwerben und ging später mit Titus nach Rom, wo er die Geschichte des jüdischen Krieges in sieben Büchern beschrieb. Seine furchtbare Beschreibung von der Zerstörung Jerusalems, welche die Phantasie eines Spiegelberg berauscht haben mag, ist die Veranlassung, daß dieser (R. I, 2) den wunderlichen Einfall hat, das jüdische Reich wiederherzustellen und daß er Karl Moor den Rath ertheilt, den Josephus zu lesen. |
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