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Johannes der Täufer

der Vorläufer Christi, welcher den Juden Buße predigte (daher Wst. L. 8: „der Prediger in der Wüsten“) und sie aufforderte, sich taufen zu lassen, wurde, obwohl er für sich selbst keinen weiteren Ruhm in Anspruch nahm, doch später in der christlichen Kirche hoch geehrt. So legten Kaufleute aus Amalfi in Neapel im Jahre 1048 zu Jerusalem eine Kirche an und stifteten daselbst ein Mönchskloster, welches sie Johannes dem Täufer widmeten. Die Mönche wurden Johanniter (s. d.) oder Hospitalbrüder genannt und hatten die Aufgabe, Arme und Kranke zu pflegen. Da der Orden nach und nach zu großen Besitzungen gelangte, so nahm zu Anfange des 12. Jahrhunderts der Ordensmeister Raymund du Puy Veranlassung, denselben mit Beibehaltung der Mönchsregel in einen Ritterorden umzuwandeln. Durch Tapferkeit wußten sich die Johanniter lange Zeit gegen die Waffen der Saracenen und Türken zu behaupten, bis sie 1191 aus Palästina vertrieben wurden. Nachdem sie hierauf Cypern erobert, später aber auch dieses verloren hatten, setzten sie sich im Jahre 1309 auf der Insel Rhodus fest, wo ein neues Kloster mit einem Spital (vergl. Ged. D. Kampf mit d. Drachen) gegründet wurde. Vergl. Maltheser.

 
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