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Jesuiten(Wst. T. IV, 3) oder Gesellschaft Jesu (M. St. I, 6), ein im J. 1540 von Ignaz v. Loyola gestifteter geistlicher Orden. Derselbe hatte eine vollkommen monarchische Verfassung; alle Mitglieder waren einem in Rom residirenden General untergeordnet, und jedes einzelne seinen Oberen zu blindem Gehorsam verpflichtet. Um die Zwecke des Ordens, die weiteste Verbreitung der katholischen Kirchenlehre, nach Möglichkeit zu erreichen, war man bemüht, die Neigungen und Fähigkeiten jedes Einzelnen genau zu erforschen. Die Gewandtesten sandte man an die Höfe, wo sie sich besonders als Beichtväter und Prinzenerzieher Einfluß zu verschaffen wußten; die Kenntnißreichsten wurden als Jugendlehrer verwendet, um den Gemüthern ihrer Zöglinge vor Allem entschiedene Abneigung gegen den Protestantismus einzupflanzen, daher (M. St. II, 4):
Die Begeistertsten wurden als Missionare ausgesendet, um den Katholicismus auch in die fernsten Weltgegenden zu verbreiten. In dem Grundsatz: „der Zweck heiligt die Mittel“ fanden sie eine willkommene Beschönigung für die abscheulichsten Handlungen, und List und Schlauheit (F. II, 4) erscheinen daher als ein charakteristisches Merkmal ihrer Mitglieder, weshalb der Kürassier (Wst. L. 11) den Jesuiter dem schlichten Handwerksmann gegenüber stellt. |
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