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Iris(Myth.), die Tochter des Meergottes Thausmas und der Oceanide Elektra, war zunächst die Göttin des Regens, die aus Seen und Flüssen Wasser emporzog, um die Erde damit zu befeuchten. Bei ihrem Emporsteigen ließ die geflügelte Göttin einen Bogen hinter sich, als dessen Sinnbild sie nun betrachtet wurde; daher (Ged. D. Götter Griechenlands):
und (Ged. D. Gunst des Augenblicks):
Die schnelle Entstehung des Regenbogens ward dann Veranlassung, die jungfräuliche Göttin gleich dem gewandten Hermes als Gesandtin der Götter, in der nachhomerischen Zeit als die Botin der Juno allein zu betrachten. In dieser Eigenschaft erscheint sie (Ged. 4. B. d. Aen. 127 u. 128) bei dem Tode der Dido, um derselben das Haar abzuschneiden, womit sie auf Befehl der Gottheit dem Tartarus geweiht wird. Bisweilen ist Iris dem Dichter der Regenbogen selbst, dessen anmuthige Wölbung ihm ein willkommener Gegenstand der Vergleichung wird, wie (Ged. D. Spaziergang, V. 127):
Häufiger noch ist sie ihm das Symbol des Lichts und der Farbe, wie (Ged. Klage der Ceres, Str. 11), wo es von den Blumen heißt:
In ähnlicher Weise ist sie der klagenden Göttin auch ein Bild der Hoffnung, indem sie (ebendas. Str. 6) auf das Wiedersehen ihrer geliebten Tochter wartet,
Auch in dem Gedichte der ästhetischen Betrachtung, die selbst bei den Bildern des Schreckens mit einer gewissen erhabenen Ruhe verweilen kann, ist sie dem Dichter ein treffliches Bild, wie (Ged. D. Ideal u. d. Leben):
Schließlich werden ihm die sieben Farben des Regenbogens in ihrer harmonischen Verschmelzung, die ihm auch (Ged. D. verschleierte Bild zu Sais) als eine untheilbare Einheit erscheint, ein Bild für das vereinte Streben der schönen Künste, wie (H. d. K.):
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