Friedrich
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Insekt

wörtl. Kerbthier, die wissenschaftliche Benennung für eine große Abtheilung der Gliederthiere. Sch. braucht den Ausdruck zunächst bildlich von niedrig denkenden Menschen, die er (K. u. L. II, 5) „Insectenseelen“ nennt; ferner von solchen Wesen, denen die Freuden Anderer Leiden bereiten, wie (Sp. u. d. L.): „Hier an der Stelle, wo der Mensch jauchzte, krümmten sich tausend sterbende Insecten“. Außerdem werden ihm diese Thiere mit ihrer bekannten Neigung, die lieblichsten Pflanzengebilde zu benagen und zu zerstören, zum Symbol geistiger Erscheinungen, wie (D. C. IV, 21), wo Marquis Posa der Königin in Beziehung auf den Prinzen den Rath ertheilt:

– – – – „Sagen Sie
Ihm, daß er für die Träume seiner Jugend
Soll Achtung tragen, wenn er Mann sein wird,
Nicht öffnen soll dem tödtenden Insecte
Gerühmter besserer Vernunft das Herz
Der zarten Götterblume – daß er nicht
Soll irre werden, wenn des Staubes Weisheit
Begeisterung, die Himmelstochter, lästert.“

wo „des Staubes Weisheit“ den kalten, berechnenden Verstand bezeichnet, der oft ein entschiedener Feind der frischen Begeisterung ist.

 
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