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Ikarus(Myth.), der Sohn des Dädalus, wurde mit seinem Vater von Minos (s. d.) gefangen gesetzt, als derselbe erfuhr, Dädalus habe der Ariadne den Rath gegeben, den Theseus mit dem bekannten Fadenknäuel (s. Labyrinth) zu versehen. Dädalus, der älteste Meister in der Bildhauerkunst, verfertigte nun für sich und seinen Sohn Flügel aus Federn, die er mit Wachs in hölzerne Gerippe einsetzte. Vermittelst dieser Flügel entwichen beide durch die Luft, um sich so jeder Verfolgung zu entziehen. Ikarus indessen flog in jugendlichem Uebermuthe zu hoch, wobei er der Sonne zu nahe kam. Diese schmolz das Wachs, und er stürzte in’s Meer, welches nach ihm (Ph. I, 1) das ikarische Meer genannt wurde. Dasselbe liegt nordöstlich von Kreta zwischen den Sporaden und der Küste von Kleinasien. |
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