Friedrich
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Die Ideale (Gedicht)

Zum Gedicht Die Ideale.

ein Gedicht aus dem Jahre 1795. Es ist nach Sch.’s eigenem Ausdruck als die Befriedigung eines inneren Bedürfnisses anzusehen, als die Erleichterung von einer Last, die ihn drückte. Der feurige Drang seines ersten dichterischen Aufschwunges, das warme Gefühl, die lebhafte Phantasie, mit welcher er die Erscheinungen der Natur und des Lebens aufgefaßt, waren ihm entschwunden; die rauhe Wirklichkeit hatte Vieles anders gestaltet, als er es sich geträumt. So blieben ihm nur noch die Hoffnung, die Freundschaft und die Beschäftigung, mit denen das Gedicht allerdings etwas matt schließt, aber gerade dadurch, nach Sch.’s eigener Kritik, ein treues Bild des menschlichen Lebens darbietet. – Str. 5 erinnert an des Dichters Sturm- und Drangperiode, in welcher seine poetischen Schöpfungen sich noch in ungeregelten Bahnen bewegten. Die in der Anmerkung aufgeführte, an sich sehr schöne Strophe: „Wie aus des Berges stillen Quellen etc.“ ist später mit Recht gestrichen worden, da der lebendige Aufschwung, in welchem sie sich bewegt, zu der wehmüthigen Stimmung, die das Ganze durchweht, nicht wohl passen will. – Der Schlußgedanke ist der: Die Zeit schenkt uns Minuten, Tage, Jahre; wir stehen also in ihrer Schuld, die wir nur durch Arbeit und Thätigkeit abtragen können. Was wir der Vergangenheit verdanken, das haben wir an die Nachwelt zu entrichten.

 
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