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Ida

ist zunächst der Name eines heiligen Berges auf der Insel Kreta. Seien beiden Felsgipfel sind stets mit Eis und Schnee bedeckt, und reiche Quellen befruchten die umliegenden Hügel. Er wurde als Jupiter’s Geburtsort angesehen, während derselbe später auf dem Olymp seinen Sitz hatte; daher (Ged. Semele 1) „vom Ida bis zum Hämus“, s. v. w. durch ganz Griechenland. – Ein anderer Berg dieses Namens liegt in der Landschaft Troas in Kleinasien. Er ist der Schauplatz vieler griechischer Mythen; daher (Ged. Die Homeriden) „ich sang, was auf dem Ida geschah“. Hier ward Paris (Iph. V, 4) als Hirt erzogen; hier entschied er (ebendas.) den Streit der drei Göttinnen (s. Eris); und eben hierher flüchtete er auch (Iph. I, 1) mit der geraubten Helena. An dem Fuße des Ida lag Troja, und von seinem Abhange bis zum Meere breitete sich die Ebene aus, auf welcher die Belagerung vorging, an der sich alle Götter betheiligten. Daher sagt Venus (Ged. 2. B. d. Aen. 105) zu ihrem Sohne Aeneas:

„Du siehst – o fliehe, fliehe, theurer Sohn! –
Des Himmels König selbst auf Ida’s düstrem Thron
Den Feinden Kräfte leihn, die Himmlischen erhitzen.“

 
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