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Hut

Der Hut wird in der Heraldik oder Wappenkunde bisweilen statt der Krone und des Helms, nicht selten auch mit denselben gebraucht. Man unterscheidet geistliche und weltliche Wappenhüte. Unter den letzteren sind die Fürsten- und Kurhüte zunächst nichts Anderes als rothe Mützen mit breiter Hermelineinfassung und einem Hermelinschwänzchen auf der Mitte des Deckels. Statt des letzteren findet man sie aber häufig auch mit dem Reichsapfel und dem Kreuze geschmückt und nach Art der Kronen mit Reifen und Bogen versehen. Der „Hut von Oestreich“ (W. T. I, 3) trug zwölf goldene Perlen auf den Reifen und oben die Weltkugel; er hing „über dem Thron“ auf dem Stein zu Baden, wo Kaiser Albrecht wohnte, wenn er die Schweiz besuchte. Die Worte des Trompeters (Wst. L. 11):

„Dem Kaiser verkauften wir unser Blut
Und nicht dem hispanischen rothen Hut.“

bedeuten s. v. a. der spanischen Krone, wohl mit Erinnerung daran, daß die spanische Nationalfarbe (Cocarde) roth ist. Vergl. a. Picc. IV, 5.

 
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