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Hussitenkrieg

(Picc. IV, 5). Als der Böhme Johann Huß, der gegen die Mißbräuche in der Hierarchie und dem Mönchswesen öffentlich aufgetreten war, auf dem Concilium zu Costnitz nicht widerrufen wollte, wurde er 1415 als Ketzer öffentlich verbrannt. In Folge dieser Gewaltthat erregten seine auf’s höchste erbitterten Anhänger bei dem Tode Kaiser Wenzel’s die Hussitenkriege (1419-1434), in denen sie unter Ziska und den beiden Procopen gegen die kaiserlichen Heere so siegreich fochten, daß die Baseler Kirchenversammlung sich genöthigt sah, Unterhandlungen mit ihnen anzuknüpfen und ihnen den Gebrauch des Kelchs beim Abendmahle zu gestatten. Weitere Erfolge gingen ihnen nur dadurch verloren, daß sie sich selbst unter einander entzweiten.

 
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