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Homepage Literatur Friedrich Schiller Lexikon H |
Hostievon dem lat. hostia, eig. Opferthier od. Schlachtopfer; das bei dem Abendmahl gebrauchte Brod, in der katholischen Kirche auch das Hochwürdige (M. St. I, 4) genannt. Da nach Annahme der römisch-katholischen Kirche das von dem Meßpriester dargebrachte Brot sich in den Leib Christi verwandelt, so wird dasselbe als ein unblutiges Opfer angesehen. In den älteren Zeiten nahm man gewöhnliches Brot, seit dem 12. Jahrhundert wurde es Sitte, sich kleiner runder, aus Weizenmehl gebackener Scheiben zu bedienen, die mit dem Bilde des gekreuzigten Heilandes versehen sind und Oblaten oder Hostien genannt werden. Da sie nach der katholischen Transsubstantiationslehre (vgl. M. St. V, 7) als ein heiliger Gegenstand betrachtet werden, so dienen sie zugleich als Unterpfand eidlicher Gelöbnisse; daher sagt Chatillon (J. v. O. III, 2) zu König Karl in Beziehung auf den Herzog von Burgund:
Eben so sagt Mortimer (M. St. III, 6) zu Maria:
desgl. Domingo (D. C. II, 10) zu Herzog Alba:
und Marquis Posa (D. C. IV, 21) zur Königin:
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