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Hésperus(Myth.), der Sohn des Asträus und der Eos (s. d.), der Bruder des Atlas und der Vater des Hesperis, zugleich die Personification des Abendsternes (s. Hesperiden). Die alten Dichter singen von ihm, er gehe vom Oeta auf, und lassen seiner bei dem feierlichen Zurufe an Braut und Bräutigam gedenken; daher wird er als der verschwiegene Zeuge der Liebenden angesehen, wie (Ged. D. Erwartung):
Nachdem Hesperus verschwunden, verehrte man ihn göttlich und benannte nach ihm den Planeten Venus, den Abendstern, der sich bekanntlich durch seinen schönen, milden Glanz auszeichnet. Dieser Glanz wird Sch. öfter zum Symbol, wie (Ged. Eine Leichenphantasie), wo es von dem abgeschiedenen Jünglinge heißt:
oder (Ged. Semele 1), wo Semele von Zeus sagt:
Da der Abendstern zugleich auch Morgenstern ist, je nachdem er am westlichen oder östlichen Himmel erscheint, so tritt er natürlich auch zu Eos, seiner Mutter, in nahe Beziehung, ein Verhältniß, das Sch. gleichfalls zum Symbol für unser Leben wird, von dem es (Sp. u. d. L.) heißt: „Der Abend ist dämmerig wie der Morgen, in der nämlichen Nacht umarmen sich Aurora und Hesperus.“ |
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