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Heros

pl. Heroen, auch Halbgötter hießen die vergötterten Helden des Alterthums, wie Hercules, Theseus, Kastor und Pollux etc. Dem Volksglauben nach waren sie aus der Vereinigung eines göttlichen mit einem menschlichen Wesen hervorgegangen; daher (Ged. D. Götter Griechenlands, Str. 5):

„Zwischen Menschen, Göttern und Heroen
Knüpfte Amor einen schönen Bund.“

Sie zeichneten sich vor Allem durch Muth und Tapferkeit aus, deshalb kommt (Iph. I, Zw.-H.) der Chor, um

„Der Griechen herrliche Schaaren zu sehen,
Und die Schiffe am lebendigen Strand,
Die so rasch und gelehrig sich drehen
Unter dieser Halbgötter Hand.“

Besonders aber werden auch solche Männer Heroen genannt, die durch hervorragende Fähigkeiten und überwiegende Geisteskraft sich auszeichneten; daher heißt es (Ged. Die Künstler) von dem Ideal, das sich der Mensch von seinem eigenen Wesen gebildet:

„Der Mensch erbebte vor dem Unbekannten,
Er liebte seinen Wiederschein;
Und herrliche Heroen brannten,
Dem großen Wesen gleich zu sein.“

Ganz in demselben Sinne wird auch Shakespeare (Ged. Shakespeare’s Schatten) ein Heros genannt.

 
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