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Herodes der Große

(38 v. Chr. – 2. n. Chr.), ein Sohn des Edomiters Antípater, war, nachdem das syrische Reich seit 64 v. Chr. römische Provinz geworden, durch Betrug und Grausamkeit zur Regierung über Judäa gelangt und führte den Titel Tetrarch oder Vierfürst (R. I, 2), d. h. Beherrscher des vierten Theils der asiatisch-römischen Provinz. Herodes wußte sich den Schein der Frömmigkeit zu geben, während er im Herzen mehr heidnisch, der jüdischen Priesterschaft wenigstens feindlich gesinnt war; er suchte sich dadurch auf dem Throne zu behaupten, daß er sich stets dem Willen der siegenden Partei rechtzeitig unterwarf; daher nennt der Kapuziner (Wst. L. 8) Wallenstein (nach Lucas 13, 32) einen „listigen Fuchs Herodes“.

 
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