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Hephästos

(Myth.), bei den Römern Vulcan, war der Sohn des Zeus und der Here, oder einer anderen Annahme zufolge der Here allein, die ihn unabhängig von Zeus erschaffen hatte, um sich für die Entstehung der Athene aus dem Haupte des letzteren Genugthuung zu verschaffen. Da das Kind häßlich und mißgestaltet war, so wurde es von seiner Mutter aus dem Olymp auf die Erde herabgeworfen und in Folge dessen hinkend (Il. 18, 394; 1, 590). Indessen wurde ihm ein Ersatz durch die ihm verliehene Geschicklichkeit. Er war nämlich der Gott des Feuers und der Metallarbeiter, weshalb er auch den lateinischen Beinamen Múlciber, d. h. der Erweicher, führt. Als solcher erscheint er (Ged. Das Eleusische Fest; Str. 16):

„Und es kommt der Gott der Esse,
Zeus erfindungsreicher Sohn,
Bildner künstlicher Gefäße,
Hochgelehrt in Erz und Thon.“

Besonders schmiedete er dem Achilles (Iph. IV, Zw.-H.) die goldene Rüstung und (Ged. Das Glück, V. 44) den herrlichen Schild, welchen Homer im 18ten Gesange der Ilias genau beschreibt, und von dem es (Ged. Die vier Weltalter, Str. 4) heißt, daß

– – – „der erfindende Sohn des Zeus
Auf des Schildes einfachem Runde
Die Erde, das Meer und den Sternenkreis
Gebildet mit göttlicher Kunde.“

Da Vulcan der Gott des Feuers ist, so braucht Sch. seinen Namen sogar für das letztere selbst, wie (Ged. 2. B. d. Aen. 55):

„Schon liegt, besiegt vom prasselnden Vulcan,
Deiphobus erhabne Burg im Staube.“

Auch spielt er bei der Beobachtung der Schmiede (Ged. Der Spaziergang, Str. 107) auf ihn an:

„Mulcibers Amboß tönt von dem Tact geschwungener Hämmer,
Unter der nervigten Faust spritzen die Funken des Strahls.“

und (R. I, 2) werden die Ketten der Galeerensclaven hyperbolisch als das „Eisenmagazin Vulcans“ bezeichnet.

 
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