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Der Gürtel (Gedicht)Zum Epigramm Der Gürtel in den Votivtafeln. ein Epigramm aus dem Jahre 1800, in welchem der Dichter das Wesen eines seiner Lieblingsbilder charakterisirt. Der Gürtel, das Hauptattribut der Aphrodite (s. d.), in welchem sie so viele Reize vereint, und der nichts Anderes bedeutet als die holde Scham, ist das, wodurch sie die Herzen der Götter und Menschen „bindet“ oder fesselt. Darum muß Juno, als sie Zeus einschläfern will, sich von ihr den Gürtel erbitten, wie (Ged. Triumph der Liebe):
In demselben Sinne heißt es auch (Ged. Die Götter Griechenlands) von der jungfräulichen Priesterin, die selbst den Göttern Ehrfurcht einflößt:
Aus diesem Grunde sich Sch. der Gürtel auch ein bedeutungsvoller Theil der weiblichen, besonders der jungfräulichen Kleidung. So heißt es (Ged. Die Geschlechter):
Mit dem Augenblick, wo das Weib dem jungfräulichen Stande Lebewohl sagt, läßt er sie Gürtel und Schleier ablegen, wie (Ged. Die Glocke):
Und wo sich dem Liebenden die Aussicht auf eine nahe Schäferstunde eröffnet, da heißt es (Ged. Die Erwartung):
Aber mit dem Aufgeben des jungfräulichen Standes sollen Anmuth und holde Scham das Weib nicht verlassen; daher sagt Robert (Ged. Der Gang nach dem Eisenhammer) zu dem Grafen:
und in demselben Sinne spricht (Br. v. M. 5, 431) der Chor:
Endlich braucht Sch. ihn vollständig bildlich. So heißt es (Ged. Die Künstler, Str. 5) von der Wahrheit, die in dem Gewande der Poesie erscheint:
und (ebendas. Str. 21) von dem Menschen, dessen Lebensanschauung durch die Kunst verklärt wird:
Schließlich wird dem Dichter der Gürtel zum Symbol der Liebe, wie (Ged. Die vier Weltalter), wo es heißt:
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