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Gordischer Knoten

Als Alexander der Große bei seinem Zuge durch Kleinasien nach Gordium kam, wurde ihm auf der Burg eines ehemaligen phrygischen Königs ein Wagen gezeigt, an dessen Deichsel sich ein höchst merkwürdiger Knoten befand. Von diesem Knoten ging die Sage, daß wer ihn auflöse, ganz Asien erobern würde. Alexander machte einen Versuch, da derselbe aber nicht gelang, so zerhieb er den Knoten mit dem Schwerte. Auf diese Begebenheit anspielend, sagt Wallenstein (Wst. T. III, 15) von den Kriegswirren seiner Zeit:

– – – – – – – „Alles ist Partei und nirgens
Kein Richter! Sagt, wo soll das enden? Wer
Den Knäul entwirren, der sich endlos selbst
Vermehrend wächst. – Er muß zerhauen werden.
Ich fühl’s, daß ich der Mann des Schicksals bin,
Und hoff’s mit eurer Hülfe zu vollführen.“

Desgl. (R. IV, 5): „Der verworrene Knäuel unseres Schicksals ist aufgelöst.“

 
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