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Goldenes AlterDie Idee eines goldenen Welt- oder Zeitalters, und die damit verbundene der Weltalter überhaupt war bei den Griechen schon frühzeitig ausgebildet, da es nahe lag, das Leben der Menschheit mit dem des Einzelnen zu vergleichen, wobei denn die der Kindheit entsprechende früheste Zeit des Menschengeschlechts natürlich als die schönste betrachtet wurde. Hesiod nimmt fünf solcher Weltalter an: 1) das goldene oder Saturnische unter der glücklichen Regierung des Kronos; 2) das silberne, von üppigem und gottlosem Charakter; 3) das eherne, in dem ein gewaltsamer und kriegerischer Geist herrschte; 4) das heroische, mit einem Aufschwunge zum Besseren; 5) das eiserne, in dem Gerechtigkeit und Treue der Erde entwichen waren. In diesem letzteren glaubte Hesiod zu leben. Von dem goldenen Zeitalter sagt er, daß keine Sorge die Menschen belastet, sondern daß ihr Leben gleich dem der Götter voll Heiterkeit und Genuß gewesen sei, indem die Erde, ohne bebaut zu werden, Alles in Ueberfluß gespendet habe. Die Last der Jahre hätten die Menschen nicht gefühlt, in blühender Gesundheit sei ihr Leben dahin gegangen, und gleich dem Schlafe habe ein süßer Tod sie überrascht. Auf solche glückliche Zeit anspielend sagt Don Carlos (D. C. I, 2) von sich selbst:
Als eine passende Antwort auf diesen Jugendtraum erscheinen die beherzigenswerthen Worte der Prinzessin in Goethe’s Torquato Tasso (II, 1):
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