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GötterDie verschiedenen Zeiten des Alterthums brachten auch verschiedene Vorstellungen über die Entstehung der Welt und über das Wesen der Götter hervor. Auf diese Weise entstanden eine Menge von Schöpfungsgeschichten und Götterlehren, in denen sich eine Uebereinstimmung aber nicht entdecken läßt. Nach dem Zeugnisse Herodots empfing Griechenland seine Religionsgebräuche und die meisten seiner Tempelgötter aus Aegypten, theils wohl auch aus Libyen und Phönicien; was indessen in Aegypten nur Symbol war, gestaltete sich bei den Griechen zur Mythe und mußte sich der Gewalt des bildenden Geistes fügen, an dessen Entwickelung reich begabte Dichter unverkennbaren Antheil hatten. In der griechischen Mythologie ist besonders eine alte und eine neue Götterordnung zu unterscheiden. Hesiod, obwohl ein späterer Dichter, scheint mehr den alten Urmythen gefolgt zu sein, in denen Gaia, Uranos, Krónos, Rhea, Océanus, Hypérion, Hélios, Seléne und mehrere andere als Hauptgestalten erscheinen, von denen die gesperrt gedruckten bei Sch. vorkommen. Homer, der ältere Dichter, erscheint dagegen als Anhänger der neuen Götterordnung, in welcher die zwölf sogenannten großen Götter: 1) Zeus, 2) Poseidon, 3) Hére, 4) Deméter, 5) Hestia, 6) Apollon, 7) Hephästos, 8) Ares, 9) Hermes, 10) Artemis, 11) Pallas, 12) Aphrodite die Hauptrolle spielen. |
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