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Ghibellinen und Guelfen(D. C. I, 4), zwei Parteinamen für die Hohenstaufen und Welfen, welche im 12ten Jahrhundert in Deutschland fast fortdauernd in Streit mit einander lagen. Der Name Ghibellinen wird als eine italienische Verstümmelung von Waiblingen, dem Stammschlosse der Hohenstaufen in Schwaben, angesehen; der Name Welfen oder Guelfen ist der eines berühmten Fürstenhauses, das, ursprünglich echt deutsch, im 11. Jahrhundert wieder aus Italien nach Deutschland verpflanzt, eine Zeit lang über verschiedene deutsche Provinzen herrschte und in Braunschweig noch fortbesteht. Wir haben die italienischen Namen angenommen, weil in Italien diese Kämpfe so zu sagen ihren klassischen Ausdruck fanden, in den furchtbaren Zerwürfnissen, die alle Städte und Staaten des Landes innerlich spalteten. Die Ghibellinen sind hier die Partei der deutschen Kaiser, die Guelfen die der Päpste. |
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