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Gent

zur Zeit des Mittelalters die Residenz der Herzöge von Burgund, war damals eine reiche und blühende Stadt; daher spricht Bertrand (J. v. O. I, 3), wo er die Kriegsvölker des mächtigen Herzogs von Burgund aufzählt, von den „üppigen Gentern, die in Sammt und Seide stolziren“. Nach Kaiser Carl’s V. Tode kam Burgund durch dessen Verfügung 1556 an Spanien; daher die Worte seines Enkels (D. C. V, 11), die derselbe an seine Mutter richtet: „Aus Gent empfangen Sie den ersten Brief.“ Als in Folge des Aufstandes der Niederländer (1565) die nördlichen Provinzen sich losgerissen, sah sich Philipp III. von Spanien genöthigt, die Freiheit dieses Staates der vereinigten Niederlande durch einen auf 12 Jahre geschlossenen Waffenstillstand anzuerkennen. Aber nach Ablauf desselben (1621) lag Spanien wieder mit den Niederländern im Kampfe; daher (Wst. L. 5) die Worte der Marketenderin:

„Und mit einem spanischen Regiment
Hab’ ich einen Abstecher gemacht nach Gent.“

 
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