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GedichteSch.’s Gedichte sind in der zuerst von Körner besorgten Ausgabe seiner sämmtlichen Werke und später in allen nachfolgenden in drei Abtheilungen getheilt. Die der ersten oder der Sturm- und Drangperiode gehören der Zeit von 1775-85 an, wo sich neben dem Vorherrschen der Anschauungen des positiven Christenthums besonders der Einfluß Klopstock’s und Bürger’s bemerklich macht. Das Erzwungene in Gedanken und Bildern, die schwärmerische Weise, in welcher die Empfindung des Dichters zum Ausdruck gelangt, das gewaltige Ringen mit den Formen der Sprache, die sich dem Streben seines schöpferischen Genius noch nicht beugen will, beweisen, daß er der Gebrechen seiner Zeit noch nicht Herr geworden war. Doch findet sich daneben auch Manches von sinniger Einfachheit, wie die Gedichte „Die Blumen“, „An den Frühling“ und „An Minna“, die einen durchaus wohlthuenden Eindruck machen. – Die Gedichte der zweiten Periode stammen aus der Zeit von 1785-95, wo die allgemeine Ausbreitung der philosophischen Studien der Beschäftigung mit der Poesie so manches Talent entzog. Auch Sch. beschäftigte sich, besonders durch Kant angezogen, in diesen zehn Jahren vorzugsweise mit philosophischen und historischen Arbeiten, denen wir die fünf letzten Bände seiner Werke verdanken. Indessen besitzen wir als Frucht seines gleichzeitigen Studiums des klassischen Alterthums Gedichte, wie „Die Götter Griechenlands“, „Die Künstler“, und die metrischen Uebersetzungen aus Virgil’s Aeneide, welche beweisen, daß sein Dichtergenius in dieser Zeit nicht vollständig schlummerte. – Die Gedichte der dritten Periode sind die Frucht seines letzten Decenniums, der Zeit von 1795-1805, wo er vereint mit Goethe bestrebt war, unser deutsches Geistes- und Gemüthsleben in den Formen klassischer Schönheit zum Ausdruck zu bringen; sie sind es, welche in dem Herzen unseres Volkes Wurzel geschlagen und ihm neben seiner unsterblichen Größe als Dramatiker auch den Ruhm eines lyrischen Dichters begründet haben. |
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