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Ganganelli(Gsts. 10, 143). Giovanni Vincenzo Antonio Ganganelli, geb. 1705, hatte Philosophie und Theologie studirt und wurde von dem Papst Clemens XIII., der ihn seiner Freisinnigkeit wegen schätzte, mit dem Cardinalshute beehrt. Da er sich aber fortgesetzt dahin erklärte, daß der römische Hof, wenn er nicht einst von seiner Höhe herabstürzen wolle, mit den Fürsten sich aussöhnen und ihnen ihr Recht widerfahren lassen müsse, so fand er nach dem Tode des Papstes in dem Conclave viele Gegner; dennoch gelang es der Beredsamkeit eines seiner Verehrer, seine Wahl zum Papste durchzusetzen, und so bestieg er 1769 als Clemens XIV. unter den schwierigsten äußeren Verhältnissen den päpstlichen Stuhl. Im Jahre 1773 erließ er eine Bulle, durch welche er den Jesuitenorden aufhob; von da an aber führte er ein sorgenvolles, geängstigtes Leben und starb 1774, seiner eigenen Vermuthung nach an Gift, was seine Aerzte indeß zu widerlegen suchten. |
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