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An die Freude (Gedicht)

Zum Gedicht An die Freude.

Nachdem Sch. ein Jahr lang von lyrischen Schöpfungen geruht, trat er im Jahre 1785 mit diesem begeisterten Hymnus hervor. Der Anlaß dazu mag in dem anregenden und belebenden Umgange zu suchen sein, den er in Leipzig mit Körner (dem Vater des bekannten Dichters) und andern befreundeten Personen fand. Mit diesem weltbekannten Gedichte beginnt Sch.’s zweite Periode; und wenn es auch hier noch oft genug jugendlich übersprudelt, so ist doch eine größere Besonnenheit und maßvollere Haltung nicht zu verkennen. Durch die äußere Einrichtung, zufolge welcher nach jeder achtzeiligen Strophe der Chor mit einer vierzeiligen einfällt, hat es den Charakter eines Gesellschaftsliedes erhalten und ist als solches in fröhlich-ernsten Kreisen oft gesungen worden. Der Chor selbst übt eine ähnliche Wirkung aus wie der in der antiken Tragödie, indem er die Empfindungen der vorangegangenen Strophe in gesteigertem Maße wiederholt und die Gesellschaft auf den Fittigen des Gesanges zu dem höchsten Wesen emporträgt. Die bekanntesten Compositionen dieses Liedes sind die von Zelter und Zumsteeg.

Aus diesem Gedicht ist der Text der Europahymne genommen.

 
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