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Freimäurer(Gsts. 10, 129), gew. Freimaurer (in der Octav-Ausgabe Maçon), eine Gesellschaft von Männern, welche den verschiedensten Ständen und Religionen angehören und in abgesonderten Versammlungen, Logen (Gsts. 10, 171) genannt, eine geheime Kunst üben, die sie bildlich Freimaurerei nennen. Ihr Ursprung, den Manche aus dem grauen Alterthum glaubten herleiten zu müssen, ist in Baucorporationen des Mittelalters zu suchen, die unter Meistern von hervorragender Bildung standen und, durch Freiheitsbriefe der weltlichen wie der geistlichen Macht geschützt, sich für jeden großen Bau eine besondere Verfassung gaben. Ihnen verdanken wir die Entstehung der herrlichen gothischen Bauwerke, die sich vorherrschend in Deutschland und den anstoßenden Ländern finden. Gegenwärtig hat sich der Freimaurerorden über die ganze Erde ausgebreitet, so weit europäische Bildung reicht. Neben geheim gehaltenen Erkennungszeichen und Gebräuchen ist die höhere geistige und sittliche Ausbildung der Menschheit der eigentliche Zweck dieser Gesellschaft, den sie durch sittlichen Wandel, religiöse Duldung und Uebung von Wohlthaten zu verwirklichen strebt. |
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