Friedrich
Schiller

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Feen

(aus dem Lateinischen stammend), eine Art Schicksalsgöttinnen, die theils als schöngebildete, theils als mißgestaltete und böse weibliche Geister (vergl. Mcb. IV, 4) erscheinen, sich besonders bei der Wiege des Menschen, so wie in entscheidenden Momenten seines Lebens einfinden und sein Schicksal theils bestimmen, theils wenden. Besonders stehen Liebende unter ihrem Einfluß; daher (Picc. III, 4):

„Die Fabel ist der Liebe Heimatwelt,
Gern wohnt sie unter Feen, Talismanen,
Glaubt gern an Götter, weil sie göttlich ist.“

Da die Spur der schönen Welt aber, welche die Götter einst regierten, jetzt verschwunden ist, so klagt der Dichter (Ged. Die Götter Griechenlands, Str. 12):

„Ach nur in dem Feenland der Lieder
Lebt noch deine fabelhafte Spur.“

 
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