Friedrich
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Faun

(Myth.). Die Faunen sind Feld- oder Waldgötter mit Hörnern, Bocksfüßen und Schwanz. Sie erscheinen besonders bei den Bacchusfesten; daher heißt es (Ged. Die Götter Griechenlands) vom Bacchus:

„Faun und Satyr taumeln ihm voran!“

Es sind lüsterne Wesen, deren niedere Sinnlichkeit bei diesen Festen besonders hervortrat; daher heißt es (Ged. Pompeji und Herculanum) mit Beziehung auf die schlummernd ruhende Bacchantin:

„Und der lauschende Faun hat sich nicht satt noch gesehn.“

Wo die edlere Gesittung unserer gegenwärtigen Cultur Platz gegriffen, da haben solche Gestalten natürlich keine Berechtigung mehr; darum sagt der Dichter (Ged. Der Spaziergang) mit Beziehung auf das städtische Leben:

„In die Wildniß hinaus sind des Waldes Faunen verstoßen.“

 
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