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Fastnachtin manchen Ausgaben Fasnacht od. Faßnacht, der Tag vor dem Beginn der Fastenzeit, an welchem man sich gewöhnlich noch einmal gütlich that. Aus dieser Gewohnheit bildete sich der Carneval (Ged. An einen Moralisten – Gsts. 10, 127) oder Fasching (wie er im südlichen Deutschland genannt wird), bei dem es an manchen Orten, besonders in den südlichen Ländern oft ausgelassen lustig hergeht. In unsern nördlichen Gegenden beschränkt sich die Sitte meist auf Maskeraden oder Redouten, die bisweilen mit possenhaften Aufzügen verbunden sind. Wer eine Charaktermaske trägt, übernimmt damit die Verpflichtung, seine Rolle durchzuführen; daher (D. C. I, 9): „So lange der Fasching währt, verehren wir die Lüge.“ – Bildlich braucht Sch. Fastnacht auch für Schmaus, wie (Wst. T. IV, 7), wo Terzky sagt: „Wir wollen eine lust’ge Fastnacht halten.“ Wallenstein wurde nämlich am Sonnabend den 25. Februar 1634, also wohl um die Fastnachtszeit, jedoch nicht am Fastnachtsabend ermordet. Desgleichen nennt Sch. einen komischen Aufzug einen Fastnachtsaufzug, wie (W. T. I, 3), wo der Meister Steinmetz sagt: „Was für ein Fastnachtsaufzug, und was soll der Hut?“ |
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