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Eris(Myth.), eine Tochter der Nacht, war die Göttin der Zwietracht, welche bei der Hochzeit des Peleus (s. d.) mit der Thetis einen goldenen Apfel mit der Aufschrift: „der Schönsten“ unter die Gäste warf. Juno, Minerva und Venus machten Ansprüche darauf. Dem Paris, welchen Zeus mit der Entscheidung beauftragte, oder durch Hermes (Iph. V, 4) beauftragen ließ, versprach Venus das schönste Weib Griechenlands (Iph. I, 1); ihr ward daher der Apfel zu Theil. Hierauf anspielend, sagt Leonore (F. I, 1) vom Fiesco, der den lustwandelnden Mädchen begegnet: „Seine Blicke fielen unter uns wie der Goldapfel des Zanks.“ Als Urheberin des Streites und des Kampfes schleicht die Eris erst klein von Gestalt einher, bald aber erhebt sie ihr Haupt hoch bis zum Himmel empor; daher sagt Juno (Ged. Semele 1) von der Semele:
Natürlich ist Eris nun auch die Mutter der Schlachten. Als Schwester und Freundin des Ares stürzt sie mit ihm in das Getümmel des Kampfes, freut sich des Krieges und weilt blutgierig bei dem Gefecht, selbst wenn alle anderen Götter sich entfernen. Sie wurde dargestellt als ein häßliches Weib, nicht selten mit Schlangen statt der Haare, den Zankapfel in der Hand; daher heißt es (Ged. Kassandra) bei Troja’s Untergang:
ferner bildl. (Br. v. M. 5, 390):
und (Wst. T. III, 20):
In weiterer Bedeutung wurde Eris überhaupt als die Mutter des Widerspruchs angesehen; daher sagt der Dichter (Ged. Würde der Frauen) in Beziehung auf die Streitlust der Männer:
desgl. Maria Stuart (M. St. III, 3), um die Stärke ihres Hasses zu bezeichnen:
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