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Elysium(s. Homer Od. 4, 563) war bei den Griechen und Römern ein mit ewigem Frühling gesegnetes Gefilde an dem Westrande der damals bekannten Erde, nahe dem Oceanus, oder in diesem letzteren eine Gruppe von Inseln mit der Burg des Kronos. Hier wohnten die Lieblinge der Götter oder die Seligen, um mit ihrem Körper in ewigem Wohlbefinden fortzuleben. Daher spricht Sch. (W. T. III, 2) von der „sel’gen Insel“, (Sp. u. d. L.) von der „glücklichen Insel“, (Picc. III, 4) von „einer Insel in des Aethers Höhen“; läßt Hektor (R. II, 2) zu seiner Gattin sagen: „Wir sehn uns wieder in Elysium“; nennt die Freude (Ged. An die Freude) eine „Tochter aus Elysium“; sagt von der Zeit, wo die Liebe noch nicht in die Welt gekommen (Ged. Triumph der Liebe): „Traurig flüchteten die Lenze nach Elysium“ und ebendaselbst von der Liebe: sie „zeigte dir Elysium“. Bildlich wird (R. IV, 1) die Heimath und (F. IV, 14) ein Phantasiegebilde Elysium genannt; ferner bezeichnet er (Ged. Leichenphantasie) das sanfte und zugleich muntere Wesen eines Jünglings als „mild, wie umweht von Elysiumslüften; und Karl Moor (R. III, 2) bricht in der Erinnerung an die paradiesische Unschuld seiner Knabenjahre in die Worte aus: „O all ihr Elysiumsscenen meiner Kindheit!“ Der Ausdruck Elysium findet sich nur in Sch.’s Jugendarbeiten, wie auch das so betitelte Gedicht seiner ersten Periode angehört. Erst später hat er dasselbe mit der Gruppe aus dem Tartarus zusammengestellt, wobei ihm jedenfalls eine Erinnerung an das sechste Buch der Aeneïde Virgil’s vorgeschwebt hat, welches die Wanderung des Aeneas durch den Tartarus und das Elysium darstellt. Ihrer Anlage und Form nach waren die beiden Gedichte ursprünglich wohl nicht zu Gegenbildern bestimmt. Der Gesammtinhalt des Gedichtes ist eine poetische Schilderung der oben bezeichneten antiken Anschauungsweise. – Str. 5, V. 3: „Berge bebten unter dessen Donnergang“ ist eine kühne Inversion für: unter dessen Donnergang Berge bebten. V. 4 u. 5 zeichnen sich durch anmuthige Assonanz aus. |
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