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Der philosophische Egoist (Gedicht)

Zum Epigramm Der philosophische Egoist.

ein Epigramm aus dem Jahre 1795. Sch. genoß damals seit zwei Jahren des ersten Glückes der väterlichen Freuden, indem er seinen ältesten Sohn Karl sich fröhlich entwickeln sah. Daß er auch solchen rein natürlichen Empfindungen eine höhere Richtung zu geben geneigt war, zeigt dieses Epigramm. Es ist nach Viehoff’s treffender Bemerkung gegen eine Lehre der Kantischen Philosophie gerichtet, welche den sinnlichen Trieben, die sie als innere Feinde der Moralität betrachtete, keinen Einfluß auf den Willen gestatten wollte, da derselbe unter sittlichen Gesetzen stehe. In Folge dieser Lehre wurden selbst unschuldige natürliche Neigungen, von Vielen als sträflich betrachtet, so daß sie durch Bekämpfung derselben die innere Zufriedenheit zu erringen suchten, während doch die Aussöhnung der sittlichen mit der sinnlichen Natur das Ziel ihres Strebens hätte sein sollen. Diesen philosophischen Egoisten, welche die Forderungen der Natur mittelst der Forderungen ihrer Principien zu unterdrücken suchten, zeichnet er das Bild einer sich selbst aufopfernden und in dieser Thätigkeit glücklichen Mutter, damit sie von demselben lernen mögen.

 
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