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Dirce(Myth.), die Gemahlin des Königs Lycus, des Vaterbruders der Antiope, marterte die letztere, nachdem sie dem Jupiter zwei Söhne, Amphion und Zethus (die ersten Gründer Thebens), geboren hatte, zwanzig Jahre lang auf alle erdenkliche Weise. Endlich entfloh die grausam Gequälte, wurde aber von der Dirce verfolgt. Da kamen zum Glück die beiden Söhne der Antiope hinzu, ergriffen die Dirce und banden sie an die Hörner eines wilden Stiers, durch welchen sie zu Tode geschleift wurde. Die Darstellung dieser Scene ist unter dem Namen des farnesischen Stiers, als eins der ausgezeichnetsten Denkmäler der alten Kunst, weit berühmt und wird in dem Palaste Farnese zu Rom aufbewahrt. Eine Nachbildung derselben befindet sich in dem Berliner Museum. Die um’s Leben gekommene Dirce ward in einen Quell, nordwestlich von Theben in Böotien verwandelt, daher (Phön.): „Der Dirce Quell“. |
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