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Deukálíon

(Myth.), ein Sohn des Prometheus, wird als der erste König von Thessalien genannt. Er war mit seiner Gemahlin Pyrrha aus einer großen Wasserfluth gerettet worden, durch welche Zeus beschlossen hatte, das ganze Menschengeschlecht von der Erde zu vertilgen. Als er mit seinem Schiff auf dem Parnaß gelandet war, stieg er aus und opferte dem Jupiter, welcher den Mercur zu ihm sandte, der ihm den Rath gab, in Gemeinschaft mit seiner Gemahlin Steine hinter sich zu werfen. Dies geschah, wobei aus den von ihm geworfenen Steinen Männer, aus denen der Pyrrha Frauen erwuchsen (Vergl. Ged. Der Triumph der Liebe, Str. 2). Auf diese Weise bevölkerte sich die Erde von neuem, woher die Menschen oft als Kinder Deukalions und der Pyrrha bezeichnet werden; so heißt es von den Sterblichen (Ged. Semele 1): „Liebereiz mag auch Prometheus und Deukalion verliehen haben“ – ferner (Ged. Die Götter Griechenlands, Str. 5):

„Zu Deukalions Geschlechte stiegen
Damals noch die Himmlischen herab;
Pyrrha’s schöne Töchter zu besiegen,
Nahm der Leto Sohn den Hirtenstab.“

und (ged. Klage der Ceres):

„Mütter, die an Pyrrha’s Stamme
Sterbliche geboren sind,
Dürfen durch des Grabes Flamme
Folgen dem geliebten Kind.“

In (Der Spaziergang unter den Linden; 10, 58) heißt es von der Natur: „Eben diesen grünen wallenden Schlepp trug sie schon vor Deukalion“, d. h. vor uralter Zeit.

 
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