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CorrectheitZum Epigramm Correctheit in den Votivtafeln. (Ged.), ein Epigramm aus dem Jahre 1796. So wie die Natur ihre Gesetze hat, nach denen sie verfährt, so giebt es auch Gesetze für alles künstlerische Schaffen und Wirken, welche die Kunstrichter an den bereits vorhandenen Kunstwerken erkannt und nun als Norm für weitere künstlerische Leistungen aufgestellt haben. Wer vor dem Tadel der Kunstrichter sicher sein will, der wird sich nun natürlich den bestehenden Gesetzen fügen, und seine Schöpfungen werden, wenn sie correct sind, eine gewisse academische Strenge verrathen. Das Genie aber, das sich mit Freiheit bewegt, wird dreist über jene Gesetze hinausgehen und die Kunstrichter zwingen, die Größe desselben anzuerkennen und ihre Theorie den Anforderungen der fortschreitenden Kunst gemäß zu modificiren. |
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Jürgen Kühnle
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