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Columbus (Gedicht)Zum Gedicht Columbus. Ein epigrammatisches Gedicht aus dem Jahre 1795. Columbus hatte, wie bekannt, mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, ehe es ihm gelang, mit den zu seinem kühnen Vorhaben nöthigen Mitteln ausgerüstet zu werden. Selbst Hohn und Spott hatte er von denen zu erdulden, die das Streben seines Geistes nicht zu fassen vermochten. – W. v. Humbodlt nennt den Schluß dieses Epigramms überraschend und bezeichnet den darin enthaltenen Gedanken als eine große und kühne Idee. Auf diese paßt auch Göthe’s Urtheil über die Xenien überhaupt, der die seinigen unschuldig und geringe, die Schiller’schen dagegen „scharf und schlagend“ nennt. So hat auch das vorliegende Schlußdistichon eine viel umfassendere Bedeutung, als die bloße Anwendung auf den vorliegenden Fall glauben läßt. Wer mit den Naturwissenschaften genauer vertraut ist, wird hundert Mal die Erfahrung gemacht haben, daß die Gesetze unseres vernünftigen Denkens mit den Gesetzen, nach welchen die Natur wirkt und schafft, in überraschender Weise zusammenstimmen; und nicht selten wird der Forscher auf dem Gebiete der Natur diese oder jene Form, eine oder die andere Erscheinung mit innerer Nothwendigkeit construiren, und nachher die Freude haben, das in der Natur verwirklicht zu sehen, was seinem Geiste als nothwendig existirend bereits vorgeschwebt hat. |
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Jürgen Kühnle
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