Friedrich
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Cherub

(Ged. An die Freude), pl. Cherubim (J. v. O. Prol. 4) im A. T. der Name eines geflügelten Wunderthieres mit menschlichem Antlitz, das man sich immer in Verbindung mit Jehovah, besonders als Träger seines Wagenthrones dachte (vergl. Hesekiel, Cap. 1 u. Cap. 10, 14; ferner Ps. 18, 11 u. Ps. 80, 2); später diente der Name zur Bezeichnung für Engel höherer Ordnung (vergl. 1. Mose 3, 24); so z. B. (Mcb. I, 14), wo es in Beziehung auf Duncan’s Ermordung heißt:

„Daß wider diese schauderhafte That
Sich seine Tugenden wie Cherubim
Erheben werden.“

und (ebendas. IV, 1), wo Rosse in Beziehung auf Macduff’s Reise sagt:

– – – „Irgend ein
Wohlthät’ger Cherub fliege vor ihm her
Nach England und entfalte sein Gesuch.“

Die Stellen (Ged. Die Johanniter):

„Herrlich kleidet sie euch, des Kreuzes furchtbare Rüstung,
Wenn ihr – – – – – –
– – – – mit der Cherubim Schwert steht vor dem heiligen Grab.“

(D. C. I, 6):

„Wie Gottes Cherub vor dem Paradies
Steht Herzog Alba vor dem Thron.“

und (Dem. I):

„Und über jedem Hause, jedem Thron
Schwebt der Vertrag wie eine Cherubswache.“

sind Anspielungen auf 1. Mose 3, 24: „Der Herr trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden den Cherub mit einem bloßen hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.“

 
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