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Charybde(Ged. D. Taucher). Die Charybdis war der Sage nach eine Tochter des Neptun und der Erde, und wurde ihrer Unersättlichkeit wegen von Jupiter in’s Meer gestürzt, wo sie jedes Schiff, das sich ihr näherte, verschlang. dies war in der Meerenge von Messina geschehen, weshalb der dort befindliche Strudel im Alterthum allgemein gefürchtet war. Gegenwärtig hält man eine Stelle am Eingange des Hafens von Messina für die Charybdis der Alten. Sie ist etwa 100 Schritt breit und wogt und wirbelt beständig, auch wenn das Meer sonst ganz ruhig ist. Uebrigens ist sie nur bei Sturm gefährlich, und wenn nicht gerade Südwind weht, so fahren die Schiffer ohne Gefahr hinüber. Mit der Charybdis zugleich wird gewöhnlich die Scylla genannt, d. h. eigentlich Hündin, daher (Ged. Odysseus) „der Scylla Gebell“. Es ist ein einzeln stehender Felsen an der Küste von Calabrien, mehrere Meilen von Messina entfernt. Das Meer bricht sich hier mit einem heulenden Tone, und wenn der Wind und die eintretende Fluthströmung einander entgegengesetzt sind, so ist die Fahrt an dieser Stelle allerdings sehr gefährlich. Durch den bekannten Vers der „Alexandreis“ des mittelalterlichen Dichters Philipp Gualtherus, Bch. 5, V. 301:
Da stürzest in die Scylla, während Du die Charybdis zu vermeiden wünschest – sind diese gefährlichen Stellen sprüchwörtlich geworden. |
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