Friedrich
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Cäsar, Cajus Julius

(Sp. u. d. L.), geb. 100 v. Chr., ein Römer aus altadeligem Geschlechte, that sich schon im Jünglingsalter im Kriege hervor, gelangte bald zu hohen Staatsämtern und schloß mit Pompejus und Cäsar das erste Triumvirat. Im Jahre 58 war Cesär nach Gallien geschickt worden, welches er eroberte, zur römischen Provinz machte und in vortrefflicher Weise verwaltete. Da bewirkte Pompejus einen Senatsbeschluß, zufolge dessen Cäsar seine Truppen entlassen und seine Statthalterschaft niederlegen sollte, widrigenfalls man ihn für eine Feind des Vaterlandes erklären würde. Jetzt forderte Cäsar seine Soldaten auf, die Ehre ihres Feldherrn zu rächen, ging 49 über den Rubicon und nahm Italien ohne Schwertschlag ein; daher (Wst. T. II, 2):

„Was thu’ ich Schlimmres,
Als jener Cäsar that, – – – – – –
Er führte wider Rom die Legionen,
Die Rom ihm zur Beschützung anvertraut.“

Hierauf wurden ihm bald alle höchsten Staatsämter übergeben, so daß er mit fast unumschränkter Gewalt regierte. Sein Leben ist reich an denkwürdigen Ereignissen; daher (R. I, 1): „die Abenteuer des Julius Cäsar“. Er hatte 500 Schlachten gewonnen und 1000 Städte erobert; daher war sein Glück sprüchwörtlich geworden (vergl. Ged. D. Glück und die oben citirte Stelle aus Wst. T.). – Bildl. braucht Sch. seinen Namen für „Held“, wie (Ged. Shakespeare’s Schatten): „Es dürfte kein Cäsar auf euren Bühnen sich zeigen?“ und (Ged. D. Flüsse), wo Friedrich der Große mit dem Namen Cäsar belegt wird.

 
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