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Cäciliaoder in italienischer Schreibweise Cecilia, der in Ad. Stahrs Text zum Raphaelalbum mitgeteilten Legende zufolge eine Jungfrau, die Tochter heidnischer Eltern, welche zu Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. in Rom lebten, wo sie dieselbe einem edlen Jüngling, Namens Valerianus, verlobten. Dies war jedoch wider ihren Willen geschehen, da sie heimlich Christin war und das Gelübde abgelegt hatte, ewig Jungfrau zu bleiben. Der Tag der Vermählung erschien, und schon erschallte der Hochzeitsreigen, aber „während die Instrumente ertönten, tönte in ihrem Innern allein der Ruf um Hülfe zu dem Herrn“. Diese Stelle der Legende ward Veranlassung, Cäcilia als die Schutzpatronin der heiligen Musik und, in weiterer Ausbildung der heiligen Sage, als die Erfinderin der Orgel zu verehren. Als der Bräutigam sich ihr näherte, bedeutete sie ihm, dass ein Engel ihre Unschuld bewache und wies ihn an den Bischof Urban, durch welchen er zur christlichen Religion bekehrt und getauft wurde. Bald aber brachen Christenverfolgungen aus, in denen Valerianus sowohl, wie die jungfräulich gebliebene Cäcilie das Leben verloren. Schon in sehr früher Zeit feierte die Kirche im November große musikalische Feste unter dem Namen Cäcilienfeste. Allgemein bekannt ist Raphaels berühmtes Bild zu Bologna, welches nach Ad. Stahrs Ausdruck „die vollendete Personification der tiefsten und heiligsten musikalischen Andacht“ darstellt, und durch welches der Künstler gewissermaßen „die christliche Muse der Tonkunst“ geschaffen. Erwähnungen |
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