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Bischofshut, Bischofsmütze

heißt die eigentümlich gestaltete Kopfbedeckung der Bischöfe der katholischen Kirche, bestehend aus zwei großen, oben spitz zulaufenden Blättern und vorn mit einem Kreuze geziert. Die Verleihung der Bischofsmütze ist wie die des Kardinalshuts (vergleiche Kardinal) ein Vorrecht des Papstes. Wenn es im „Wilhelm Tell“, 5. Akt, 1. Szene, > von Kaiser Albrecht in Beziehung auf seinen Neffen heißt:

„Der Kaiser hielt das väterliche Erbe
Dem ungeduldig Mahnenden zurück!
Es hieß, er denk’ ihn ganz darum zu kürzen,
Mit einem Bischofshut ihn abzufinden.“

so bezieht sich dies auf den Einfluss, welchen die Kaiser bei Verleihung der betreffenden Würde gelegentlich auszuüben vermochten, wofür sie dem Papst dann andere Gegendienste erweisen mussten.

Erwähnungen

  • Schauspiel „Wilhelm Tell“, 5. Akt, 1. Szene, erwähnt als Bischofshut >
  • Historische Schrift „Geschichte der Unruhen in Frankreich“, erwähnt als Bischofsmütze >
  • Rezension „Über Egmont“, erwähnt als Bischofsmütze >
  • Schauspiel „Die Piccolominie“, 4. Aufzug, 5. Auftritt, erwähnt als Bischofsmütze >
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