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Basilisk

ein Ausdruck, der zunächst an eine Stelle des alten Testaments erinnert, wo es Jesaja 59, 5 heißt: „Sie brüten Basilisken-Eier und wirken Spinneweb. Isst man von ihren Eiern, so muss man sterben; zertritt mans aber, so fährt eine Otter heraus.“ Auf diese und einige andere Stellen (Jesaja 11, 8; 14, 29; Jeremia 8, 17) gründet sich eine Fabel, derzufolge man sich den Basilisk (eigentlich griechisch „kleiner König“) als ein drachenähnliches Tier mit einer Krone auf dem Kopf vorstellte, das aus Hahneiern ausgebrütet worden, und dessen Blick allein schon tödlich sein sollte. Mit Anspielung auf diesen Volksglauben spricht Amalia („Die Räuber“, >) von Basiliskenanblick; ferner heißt es („Maria Stuart“, >):

„Und Du, der dem gereizten Basilisk
Den Mordblick gab, leg’ auf die Zunge mir
Den gift’gen Pfeil.“

eben so (Gedicht „Der Kampf mit dem Drachen“, >):

„Da bäumet sich mein Roß und scheuet
An seinem Basiliskenblick.“

Ferner sagt Wallenstein in Beziehung auf den Octavio Piccolomini („Wallensteins Tod“, >):

– – – – – – – „Ich zog
Den Basilisken auf an meinem Busen.“

und („Die Braut von Messina“, >) sagt Isabella in Beziehung auf ihren Sohn Don Cäsar:

– – – – – – „Einen Basilisken
Hab’ ich erzeugt, genährt an meiner Brust,
Der mir den bessern Sohn zu Tode stach.“

Das Tier, welches die Naturgeschichte unter dem Namen Basilisk kennt, scheint mit dem in der Bibel erwähnten nichts gemein zu haben; das letztere war vermutlich eine Schlange.

Erwähnungen

  • Gedicht „Der Kampf mit dem Drachen“, >
  • Schauspiel „Die Braut von Messina“, 4. Aufzug, 5. Auftritt, >
  • Schauspiel „Die Räuber“, 3. Akt, 1. Szene, >
  • Schauspiel „Maria Stuart“, 3. Aufzug, 4. Auftritt, >
  • Schauspiel „Wallensteins Tod“, 3. Aufzug, 18. Auftritt, >
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