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            Christian Gottfried Körner
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Dresden, 14. September 1787.

Seit ein Paar Tagen bin ich wegen der Regierungssache in Unruhe gewesen und wenig in Stimmung, an Dich weitläufig zu schreiben. Das Ding geht schief. Anfangs hieß es sogar, ich hätte kein Memorial eingegeben. Als aber Reinhard und einige Andere keck behaupteten, es müsse eine Supplik von mir da sein, so fand sich’s endlich. Aber denominirt bin ich nicht. Jetzt fragt sich’s, ob die drei Vorgeschlagenen den Ministern behagen, sonst könnte man vielleicht einen von denen wählen, die nur unter den Competenten aufgeführt sind, wovon ich einer der ersten bin. Am besten ist, auf die Sache Verzicht zu thun. Mit mir selbst werde ich leicht fertig; aber wegen meiner ökonomischen Verhältnisse hatte ich es gewünscht, um Minna und Dorchen wegen der Ängstlichkeiten zu beruhigen, die sie zuweilen anwandeln.

Fürjetzt bin ich meiner Ehre schuldig, mich als Schriftsteller im juristischen Fache hervorzuthun. Ehe dies geschehen ist, denke ich an keine andere rentirenden Arbeit. Daß ich durch Cabale verdrängt werde, muß mir immer lieber sein, als wenn man eine gegründete Einwendung gegen mich hätte.

Minister Gutschmid hat gegen seinen Sohn geäußert, daß er mich zum Hofrath wünschte. Vermuthlich hat er sich auch gegen den Canzler darüber herausgelassen, und dieß hat die Cabale veranlaßt. Reinhard speit Feuer.

Lebe wohl und schreibe mir bald, mehr als das letztemal. Alle grüßen Dich und Charlotte.

K.

Ü    Þ

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